Kirche Pouch

Der Ort
Pouch wurde erstmals in der Chronik Bischofs Thietmar von Merseburg im Jahr 981 als Pauc erwähnt. Im Jahre 1528 kam der erste evangelisch-lutherische Geistliche nach Pouch.
Pouch liegt zwischen Muldestausee und Goitzsche und ist ein guter Ausgangsort für ausgedehnte Radtouren in das nahe gelegene Buchdorf Mühlbeck oder nach Friedersdorf mit seiner Kirche und einem ebenso sehenswerten vorreformatorischem Schnitzaltar.

Die Kirche
Die Kirche von Pouch ist im Kern eine entwickelte romanische Anlage mit sehr langem Schiff, eingezogenem Chor mit Triumphbogen und halbkreisförmiger Apsis. Die Mauern wurden aus Feldsteinen errichtet.
In der Apsis steht ein großer vierflügeliger Schnitzaltar von etwa 1520. Der Altar ist ein wertvolles Zeugnis spätmittelalterlicher Holzkunst; vermutlich aus der Werkstatt Lucas Cranachs.
Umfangreiche bauliche Veränderungen aus den 80er Jahren des 19. Jahrhundert prägen heute das Erscheinungsbild der Kirche außen wie innen. Die 1863 eingebaute Gerhardt-Orgel (Merseburg) wurde in den letzten Jahren umfangreich restauriert.
Erhalten sind auch die hölzerne Renaissancekanzel von 1715 und eine spätgotische Sakramentsnische. Das Kirchenschiff wird von einer bemalten Holzbalkendecke mit profilierten Balken überspannt.
Gisela Krell fertigte für die drei Fenster im Chorraum, hinter dem Altar, 2002 moderne Glasgestaltung an.
Zu den Gottesdiensten läuten drei Glocken; zwei Stahlglocken von 1921 und eine historische Bronzeglocke.