Jahresreihe Pouch

Wir stehen an den Spaten gelehnt auf dem Poucher Friedhof. Eben haben wir 2 Bäume gepflanzt und kommen ins Ge-spräch: „Haben sie schon einmal eine Vorsorgevollmacht ausgefüllt? Was muss ich regeln, damit ich hier beerdigt werde? Wie kann ich meiner Enkelin sagen, dass ihr Opa bald stirbt? Und mit Blick auf ein bunt bepflanztes Grab – so viel Pflege will ich meinen Angehörigen nicht zumuten. Gibt es Alternativen?
Ich spüre und höre; so Vieles gibt es angesichts des Friedhofes zu denken, wie schwer fällt das Wort. Wer mag schon etwas herbei reden? Die Fragen
bleiben.
Wir laden Sie ein in diesem Jahr die vorletzten und letzten Dinge des Lebens zu bedenken – mit Juliane Uhl (Soziologin & Kommunikationswissenschaftlerin), den Auszubildenden des Bestatterhandwerkes, mit Steinmetzen, Weitgereisten, Mitarbeitenden im Hospiz und Psychologen.
Einmal im Monat montags um 19.00 Uhr im Pfarrhaus Pouch.

Juliane Uhl "Drei Liter Tod"
Eröffnung der Jahresreihe mit einer musikalischen Lesung,

Zwischen Gruseln und Neugier plädiert die Autorin für einen würdevollen Umgang mit den Verstorbenen und ruft nach diesem memento mori zu einem Leben im Augenblick auf. Uns erwartet eine Stunde im Angesicht des Todes, ein Einblick in das Sterben und in das Totsein. Texte aus dem Buch werden ergänzt mit Alltagsgeschichten und persönlichen Anekdoten der Autorin und kombiniert mit leichter Musik und angerautem Gesang.

Ein guter Start in unsere Jahresreihe, die die Gespräche beim Friedhofssymposium im letzten Jahr aufnimmt und weiterführen möchte.

Monday, 19. March 2018 - 19:00